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Johannes Warth

Johannes Warth ist geprüfter Büroeinrichter (zbb) und durch die Aktion Gesunder Rücken e.V. zertifizierter Ergonomieberater

"Damit wir aus diesem Leben die besten Früchte bei geringster Anstrengung mit höchster Befriedigung für das eigene und das allgemeine Wohl ernten“ – so formulierte Wojciech Jastrzebowski, Urvater der Ergonomie, vor über 150 Jahren deren Ziele. Sie gelten immer noch, auch wenn Wissenschaftler sich heute gerne weniger blumig ausdrücken.

Der Begriff „Ergonomie“ kombiniert die altgriechischen Wörter „ergon“ für Arbeit und „nomos“ für Gesetz. Ergonomie ist die Wissenschaft von den Gesetzmäßigkeiten der Arbeit und dient dazu, Arbeitsplätze zu schaffen, an denen sich Menschen wohlfühlen, gesund bleiben und ihre Potenziale entfalten können. Davon profitieren alle: der Einzelne, die Wirtschaft und die Gesellschaft als Ganzes. Ausgangspunkt aller ergonomischen Lösungen ist der Mensch.

Die Evolution hat ihm vieles mitgegeben – für die heutige Arbeitswelt, in der er viel sitzt, meist auf einen Bildschirm fixiert und mit hohem Zeit- und Ergebnisdruck im Nacken, ist sein Körper jedoch im Grunde nicht geeignet."

Haben Sie Fragen oder wünschen Sie eine Beratung? Dann rufen Sie uns an: 0651 - 4369407 oder schreiben Sie an: info@warth-trier.de

 

Der Mensch ist für die Bewegung geschaffen.

 

Warum, wann und wie die frühen Vorfahren des Menschen auf die Idee kamen, aufrecht zu gehen, ist in der Forschung umstritten. Sicher ist aber, dass es einer der wichtigsten Schritte auf dem langen Weg zum Homo sapiens mit dem großen Gehirn war. Wesentlich für eine stabile Zweifüßigkeit ist ein senkrecht über den Füßen liegender Schwerpunkt des Körpergewichts.

Die Verlagerung des Körperschwerpunkts zum Rücken hin wurde durch die Ausbildung der gekrümmten Wirbelsäule möglich. Im Laufe der Evolution entwickelte der Mensch einen Bewegungsapparat, mit dem die urzeitlichen Jäger und Sammler, die viel liefen, gut zurechtkamen. Mit diesem Körper leben wir noch heute, haben aber eine Lebens- und Arbeitsweise entwickelt, die ausgerechnet seine Schwachpunkte besonders beansprucht.

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Vom Dauerläufer zum Dauersitzer.

Über viele Jahrtausende hinweg waren die meisten Menschen die meiste Zeit in Bewegung. Arbeit bedeutete vor allem körperliche Arbeit, das Sitzen auf einem Stuhl war lange ein Statusprivileg, das wenigen Berufen vorbehalten war. Und man ging wesentlich mehr zu Fuß, als wir das in der modernen automobilen Gesellschaft tun. Heute sitzen wir nahezu rund um die Uhr, unser Alltag wird immer bewegungsärmer. sesshaft. Der Mensch von heute sitzt sich durch den Tag: bei der Arbeit, in der Freizeit und auf den Wegen dazwischen.

 Schlafen bis 06:30
Frühstück bis 7:30
Weg zur Arbeit bis 8:00
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 Arbeit im Büro 18:00
 Feierabend
 Schlafen

 

23 gute Gründe für eine bessere Sitz-Ergonomie.

Bandscheibe an Großhirn: „Wenn wir noch lange so starr sitzen bleiben, streike ich.“ Großhirn an Bandscheibe: „Gib Ruhe da unten, ich hab’ grad Wichtigeres zu tun!“ Ähnliches, frei nach einem berühmten Comedy-Sketch, dürfte sich tagtäglich in vielen Büros abspielen. 23 Bandscheiben hat die Wirbelsäule des Menschen. Wie Stoßdämpfer sitzen die kleinen Gallertkissen zwischen den einzelnen Wirbeln.

Anders als die Muskulatur werden sie nicht über Blutgefäße mit Flüssigkeit und Nährstoffen versorgt, sondern nach dem Prinzip der Osmose durch Diffusion aus dem umliegenden Gewebe. Ein häufiger Wechsel von Be- und Entlastung, quasi als Pumpbewegung, ist dafür nötig. Wird ihr Stoffwechsel durch Bewegungsmangel behindert, verschleißen die Bandscheiben und werden spröde, sodass sie ihre Funktion nicht mehr erfüllen können.

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Statisches Sitzen mit Rundrücken erhöht den Druck auf die Bandscheiben, die Flüssigkeit abgeben, als würde man einen Schwamm ausdrücken.

Die lässige „Lümmelhaltung“ wird zwar zeitweise
als bequem empfunden, belastet auf Dauer aber die Hals- und Lendenwirbelsäule.
Dynamisch bewegtes Sitzen mit einem permanenten Kontakt zur Rückenlehne aktiviert den Stoffwechselprozess der Bandscheiben.

Auch Kopfarbeiter brauchen Muskeln.

 

Nachdenken, Ideenfindung, Kommunikation – bei den Haupttätigkeiten der Wissensarbeiter von heute spielt der Kopf ganz klar die Hauptrolle. Doch sollte man dabei nicht vergessen, dass er auf einem Körper sitzt, der eigene Ansprüche stellt. Wenn Rückenschmerzen ablenken und Nackenverspannungen Kopfweh verursachen, ist effiziente gedankliche Arbeit nicht möglich. Deshalb ist eine starke Muskulatur, die ihre Stütz- und Haltefunktion optimal erfüllt, so wichtig.

Muskeln müssen bewegt werden. Die Versorgung mit Sauerstoff und Nährstoffen ist die wesentliche Voraussetzung für körperliche und geistige Fitness. Langes statisches Sitzen verhindert die ausreichende Durchblutung und führt zu Verhärtungen und schmerzhaften Verspannungen. Ermüdung und Leistungsabfall sind die Folge.

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  Leistungsträger. Eine gut trainierte Nacken- und Rückenmuskulatur stützt den Bewegungsapparat und entlastet die Bandscheiben.
   

Die Füße gehören zum Denkapparat.

 
durchblutung

Was für den Motor das Benzin, ist der Sauerstoff fürs Gehirn. Eine gute Sauerstoffversorgung setzt das richtige Atmen und einen gut funktionierenden Blutkreislauf voraus. Beides wird behindert, wenn man vorwiegend still sitzt und über längere Zeit in Fehlhaltung verharrt. Nur wer dynamisch sitzt,
öfter aufsteht und geht, kann über einen langen Arbeitstag konzentriert, hellwach und voll leistungsfähig bleiben.

Dynamisches Sitzen verhindert einseitige Dauerbelastungen. Der natürliche Bewegungsablauf sorgt für die notwendige wechselnde An- und Entspannung von Muskulatur und Bandscheiben, Stoffwechselprozesse werden aktiviert. Häufiges Aufstehen von kurzer Dauer ist günstiger  als lange Stehpausen. Bei drei bis vier Haltungswechseln pro Stunde sind Blutbedarf und Durchblutung ausgeglichen.

Wachmacher. Bewegung fördert die Blutzirkulation, man bleibt länger wach und geistig fit.  Quelle: Sedus Stoll AG

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